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Wärmepumpe: Förderung 2026
Die KfW zahlt für den Einbau einer Wärmepumpe 30 % Grundförderung — und mit den Boni bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, in besonderen Fällen 80 %. Hier steht, woraus sich das zusammensetzt, was ein Einfamilienhaus konkret bekommt und warum der Zeitpunkt über mehrere tausend Euro entscheidet.
Woraus sich die Förderung zusammensetzt
Die Heizungsförderung läuft über das KfW-Programm 458. Jeder Baustein wird auf dieselben förderfähigen Kosten gerechnet und aufaddiert — bis zur Deckelung.
| Baustein | Bedingung | Satz |
|---|---|---|
| Grundförderung | für jeden förderfähigen Wärmeerzeuger | 30 % |
| Klimageschwindigkeitsbonus | selbstnutzende Eigentümer, Austausch einer funktionstüchtigen Altanlage | +16 % |
| Einkommensbonus | selbstnutzende Eigentümer, Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 € | +40 / 30 / 10 % |
| Familienzuschlag | lebt ein Kind im Haushalt, steigen die Einkommensgrenzen | +10.000 € |
| Höchstsatz | Summe aller Bausteine, gedeckelt | 70 % |
Für selbstnutzende Eigentümer mit einem Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 € liegt die Obergrenze bei 80 %. Gerechnet wird nicht auf die ganze Rechnung, sondern auf einen Höchstbetrag je Wohneinheit:
| Wohneinheiten | förderfähige Kosten |
|---|---|
| Erste Wohneinheit | 28.000 € |
| Wohneinheit 2 bis 6, je | 15.000 € |
| Ab der 7. Wohneinheit, je | 8.000 € |
Ein Rechenbeispiel
Einfamilienhaus, selbst bewohnt, alte Gasheizung von 2001. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet mit Einbau, Pufferspeicher und Anpassung der Heizkörper 35.000 €.
| Posten | Rechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Förderfähige Kosten | gedeckelt auf 28.000 € | 28.000 € |
| Grundförderung | 30 % von 28.000 € | 8.400 € |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % von 28.000 € | 4.480 € |
| Zuschuss ohne Einkommensbonus | 46 % | 12.880 € |
| Mit Einkommensbonus, Einkommen bis 40.000 € | 30 + 16 + 30 = 76 %, gedeckelt auf 70 % | 19.600 € |
| Mit Einkommensbonus, Einkommen bis 30.000 € | gedeckelt auf 80 % | 22.400 € |
Im mittleren Fall bleibt bei 35.000 € Gesamtkosten ein Eigenanteil von 15.400 €. Die Kosten oberhalb der 28.000 € tragen Sie in jedem Fall selbst — deshalb lohnt es sich, das Angebot vorher auf förderfähige und nicht förderfähige Posten durchzusehen. Genau das prüfen wir mit.
Der Zeitpunkt entscheidet mit
Die Förderung ist nicht auf Dauer angelegt. Zwei Absenkungen stehen bereits fest — wer wartet, bekommt weniger.
Ab 1. Februar 2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus
Dann fällt er halbjährlich, jeweils zum 1. Februar und 1. August, um 4 Prozentpunkte. Bei Antragstellung ab dem 1. August 2028 gibt es ihn gar nicht mehr. Aus heute 16 % werden im Februar 2027 noch 12 %, im August 2027 noch 8 %.
Auch der Höchstbetrag sinkt
Die 28.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit werden ab dem 1. Februar 2027 ebenfalls halbjährlich reduziert, jeweils um 750 €. Beides zusammen macht bei einem typischen Einfamilienhaus schnell einen vierstelligen Unterschied.
Maßgeblich ist der Tag der Antragstellung — nicht der Einbau. Und für den Antrag brauchen Sie vorher die BzA-ID.
Welche Wärmepumpen gefördert werden
Gefördert werden elektrisch angetriebene Wärmepumpen, die Umweltwärme aus Luft, Erdreich, Grundwasser oder Abwasser nutzen. Ob genau Ihr Gerät dazugehört, entscheidet nicht der Prospekt, sondern eine amtliche Liste:
- Das BAFA führt eine Liste förderfähiger Wärmepumpen. Steht Ihr Modell nicht darauf, gibt es keinen Zuschuss — unabhängig davon, wie gut das Gerät ist. Zur Liste beim BAFA
- Neben der Wärmepumpe fördert die KfW auch Biomasseheizungen, solarthermische Anlagen, Brennstoffzellen- und wasserstofffähige Heizungen sowie den Anschluss an ein Wärme- oder Gebäudenetz.
- Das Gebäude muss ein Bestandsgebäude sein und die alte Heizung ersetzt werden.
Dämmung läuft über ein anderes Programm
Fenster, Fassade, Dach und Lüftung fördert nicht die KfW, sondern das BAFA — und dafür brauchen Sie keine BzA, sondern eine Technische Projektbeschreibung. Die gibt es auf tpb-direkt.de. Planen Sie beides, sagen Sie uns Bescheid: Dann stimmen wir die Fristen aufeinander ab.
Was Sie für den Antrag brauchen
- Ein Angebot mit Förderbedingung. Der Vertrag mit dem Heizungsbauer muss unter der aufschiebenden oder auflösenden Bedingung der Förderzusage stehen. Ohne diese Klausel gilt ein unterschriebener Auftrag als Vorhabenbeginn — und die Förderung ist weg.
- Die BzA-ID. Die Bestätigung zum Antrag erstellt ein eingetragener Energieeffizienz-Experte im KfW-Prüftool. Ohne die ID nimmt das Portal „Meine KfW" den Antrag nicht an. Die ID ist sechs Monate gültig. Bei uns kostet das 120 € Festpreis.
- Antrag stellen, Bescheid abwarten. Erst mit dem Zuschussbescheid wird aus dem bedingten Angebot ein verbindlicher Auftrag.
- Nach dem Einbau: die Nachweise. Die KfW verlangt die Fachunternehmererklärung des Heizungsbetriebs und den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B, dokumentiert auf dem VdZ-Formular. Was dahintersteckt
- Bestätigung nach Durchführung. Für die Auszahlung braucht es zuletzt die BnD. Frist: sechs Monate nach Abschluss des Vorhabens, spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums.
Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Förderung
Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe 2026?
Bekomme ich den Klimageschwindigkeitsbonus?
Zählt mein Einkommen von diesem Jahr?
Gibt es den Effizienzbonus noch?
Muss die Wärmepumpe auf einer Liste stehen?
Kann ich die Förderung nachträglich beantragen?
Was kostet die Bestätigung zum Antrag?
Stand September 2026 nach dem Merkblatt der KfW zur BEG-Heizungsförderung, Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Förderrichtlinien und die Entscheidung der Förderstelle zum Zeitpunkt Ihrer Antragstellung.
Bereit für den Antrag?
Formular ausfüllen, wir prüfen Anlage und Angebot und schicken die BzA-ID mit Anleitung — 120 € Festpreis, Rechnung erst nach der Prüfung.