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Hydraulischer Abgleich — Verfahren B

Er ist der Posten, an dem die Auszahlung am häufigsten hängen bleibt: Ohne hydraulischen Abgleich nach Verfahren B und das dazugehörige VdZ-Formular überweist die KfW den Zuschuss nicht. Hier steht, was genau verlangt wird, wer es macht — und was Sie tun können, wenn Ihnen etwas davon fehlt.

Was der hydraulische Abgleich bewirkt

In einer nicht abgeglichenen Heizung nimmt sich das Wasser den kürzesten Weg. Die Räume nahe am Kessel werden zu warm, die entfernten bleiben kühl — und weil die Bewohner dann die Vorlauftemperatur hochdrehen, läuft die ganze Anlage in einem Bereich, in dem sie unnötig viel verbraucht.

Beim hydraulischen Abgleich wird der Volumenstrom für jeden Heizkörper so eingestellt, dass er genau die Wärme bekommt, die sein Raum braucht. Für eine Wärmepumpe ist das nicht bloß eine Optimierung, sondern die Grundlage: Sie arbeitet umso wirtschaftlicher, je niedriger die Vorlauftemperatur sein darf.

Verfahren A oder Verfahren B

Es gibt zwei anerkannte Wege — aber für die Förderung zählt nur einer davon.

Verfahren AVerfahren B
GrundlageNäherung aus Erfahrungswertenraumweise Heizlastberechnung
Normin Anlehnung an DIN EN 12831
Genauigkeitüberschlägigdeutlich präziser
Für die BEG-Förderungnicht zulässigvorgeschrieben

Seit dem 1. Januar 2023 gilt nur noch Verfahren B

Für alle Förderanträge ab diesem Datum erkennen BAFA und KfW ausschließlich den Abgleich nach Verfahren B an. Ein nach Verfahren A geschätzter Abgleich reicht nicht — auch dann nicht, wenn er handwerklich sauber ausgeführt wurde.

Die raumweise Heizlastberechnung

Sie ist der Kern von Verfahren B. Berechnet wird, wie viel Wärme jeder einzelne Raum an einem kalten Auslegungstag tatsächlich braucht. Dafür fließen ein:

  • Größe, Lage und Höhe des Raums, angrenzende beheizte und unbeheizte Bereiche
  • Aufbau und Dämmzustand von Außenwänden, Dach, Fenstern und Böden
  • Lüftungsverhalten und Luftwechsel
  • die örtliche Auslegungstemperatur

Aus dem Ergebnis folgt beides: die nötige Heizkörper- oder Flächenheizungsleistung je Raum und die Voreinstellung der Ventile. Nebenbei zeigt die Berechnung, ob die geplante Wärmepumpe zum Haus passt — eine zu groß gewählte Anlage taktet und verbraucht mehr, als sie müsste.

Das VdZ-Formular

Nachgewiesen wird der Abgleich auf einem bundesweit einheitlichen Vordruck des VdZ — Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. Es gibt drei Fassungen:

Formularwofür
EinzelmaßnahmeHeizungstausch und Heizungsoptimierung im Bestand — das ist der Regelfall bei der Heizungsförderung
KfW-EffizienzhausNeubau oder Sanierung zum Effizienzhaus
Nichtwohngebäudealle Gebäude außer Wohngebäuden

Ausgefüllt und unterschrieben wird das Formular vom Fachhandwerker — nicht vom Eigentümer und nicht vom Energieeffizienz-Experten. Eingereicht wird es nach Abschluss der Arbeiten zusammen mit dem Verwendungsnachweis.

Drei Unterlagen, ohne die nicht ausgezahlt wird

Die Fachunternehmererklärung, der berechnete hydraulische Abgleich und das ausgefüllte VdZ-Formular. Sprechen Sie Ihren Heizungsbetrieb am besten schon bei der Auftragserteilung darauf an — nachträglich wird es mühsam, und ohne die Unterlagen bleibt der Zuschuss liegen.

Wenn Ihnen etwas davon fehlt

Nicht jeder Heizungsbetrieb rechnet die Heizlast raumweise, und manche Kunden merken erst beim Verwendungsnachweis, dass das Formular fehlt. Dann müssen Sie sich keinen neuen Betrieb suchen:

Heizlastberechnung, hydraulischen Abgleich und das ausgefüllte VdZ-Formular liefern wir über unsere Partnerunternehmen mit — schnell und unkompliziert. Sagen Sie uns einfach, was fehlt; den Preis nennen wir vorab zusammen mit dem für die Bestätigung nach Durchführung.

Im Anfrageformular für die BnD können Sie die Punkte direkt ankreuzen. Wenn Sie noch am Anfang stehen und erst die BzA für den Antrag brauchen, schreiben Sie es dort einfach dazu.

Häufige Fragen

Ist der hydraulische Abgleich gesetzlich Pflicht?
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt ihn nicht ausdrücklich vor, verlangt aber die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik — und die sehen ihn vor. Über die Energieeinsparverordnung EnSimiMaV galt zudem eine Pflicht für größere Wohn- und Firmengebäude mit Fristen bis 2024. Für die Förderung ist er in jedem Fall verbindlich.
Reicht Verfahren A nicht aus?
Für die BEG-Förderung nein. Seit dem 1. Januar 2023 ist bei Förderanträgen nur noch Verfahren B zulässig — also der Abgleich auf Grundlage einer raumweisen Heizlastberechnung. Verfahren A ist ein Schätzverfahren und liefert oft unzureichende Ergebnisse.
Wer füllt das VdZ-Formular aus?
Der ausführende Fachhandwerksbetrieb. Er bestätigt damit, dass der Abgleich nach Verfahren B durchgeführt wurde. Weder Sie als Eigentümer noch der Energieeffizienz-Experte können das an seiner Stelle unterschreiben.
Muss der Abgleich vor oder nach dem Einbau gemacht werden?
Die Heizlastberechnung gehört sinnvollerweise in die Planung — sie bestimmt mit, wie groß die Wärmepumpe ausgelegt wird. Der Abgleich selbst wird nach dem Einbau ausgeführt und dokumentiert; das Formular reichen Sie mit dem Verwendungsnachweis ein.
Brauche ich ihn auch bei Fußbodenheizung?
Ja. Auch Flächenheizungen werden abgeglichen — über die Voreinstellung der Heizkreisverteiler. Der Nachweis läuft über dasselbe Formular.
Können Sie das für mich übernehmen?
Heizlastberechnung, hydraulischen Abgleich und das ausgefüllte VdZ-Formular liefern wir über unsere Partnerunternehmen mit. Den Preis nennen wir vorab, zusammen mit dem für die Bestätigung nach Durchführung. Ausgeführt und unterschrieben wird der Abgleich dabei durch den Fachbetrieb, so wie es die Förderrichtlinie verlangt.

Stand September 2026, Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Förderrichtlinien und die Entscheidung der Förderstelle zum Zeitpunkt Ihrer Antragstellung.

Fehlt Ihnen eine der Unterlagen?

Schreiben Sie uns kurz, was fehlt — Heizlastberechnung, hydraulischer Abgleich oder VdZ-Formular. Wir nennen Ihnen einen Festpreis, bevor Sie sich entscheiden.

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